Geöffnet am
Mittwoch - Freitag 13 - 17
Samstag - Sonntag 12 - 17

header-1

Kunst

Kunst

Huis_Doorn_kunst

Zur Einrichtung des Hauses Doorn erhielt Wilhelm II. Zustimmung, aus den Inventaren seiner vielen Schlössern in Deutschland eine Auswahl zu treffen. Im Jahre 1920 wurden diese Objekte in 59 Eisenbahnwagen in die Niederlande befördert. Haus Doorn birgt daher die größte Sammlung deutsche Kunst und angewandte Kunst außerhalb Deutschland. Es betrifft hier insgesamt mehr als 30.000 Objekte. Ein Teil davon ist in Haus Doorn zu sehen, ein anderer Teil befindet sich im Depot.

Wilhelm hatte einen ausgesprochenen Geschmack. Er verzichtete auf moderne Kunst. Dagegen liebte er die barocke Kunst seiner Vorfahren, sowie Friedrich des Großen. Die riesige Sammlung enthält viel Silber und Porzellan, Gemälde und Möbel aus dem 17. und 18. Jahrhundert, und zeigt die verschiedenen Stadien des Barock. So verfügt das Haus zum Beispiel über eine umfangreiche Sammlung aus der Rokokozeit.

Silber

Die Silbergegenstände sind namentlich prachtvolles Tafelsilber, im Speisesaal zu bewundern, wie auch silberne Prunkschalen, Zierbecher, Armleuchter, Tafelstücke, Kaffee- und Teeservice. Ein einzigartiges Objekt ist die sogenannte Kaisergabel, eine eigens für Wilhelm entworfene Gabel, mit der er, trotz seines behinderten Armes, doch leicht essen konnte.

Porzellan

Die Porzellansammlung enthält Porzellan aus China und Japan (Imari), wie auch Porzellan, das in Europa hergestellt wurde (u.a. Meißen, KPM). Davon hat Haus Doorn Kaffee-, Tee-, und Essgeschirr, Tafelstücke, einen Kronleuchter und Zierstücke wie Teller, Vasen, Schalen und Skulpturen.
Um den enormen Porzellanbedarf der Hohenzollern (die 28 Schlösser in Deutschland besaßen) zu decken, kauften sie 1763 eine eigene Porzellanfabrik, die Königliche Porzellan Manufaktur (KPM) in Berlin. Diese war bis Wilhelms Abdankung im Besitz der Hohenzollern. Im Speisesaal von Haus Doorn ist der Tisch entweder mit Neuosier- oder mit Buntbemaltesservice der Hohenzollern gedeckt. Diese Tischgeschirre waren sehr umfangreich (55-teilig in 5 verschiedenen Größen). Ein einzigartiges Prunkstück ist der Porzellankronleuchter, im Auftrag von Friedrich dem Großen angefertigt. Auch verfügt Haus Doorn über eine umfangreiche Sammlung Schnupftabakdosen vom gleichen Friedrich.
Neben dem von der KPM hergestellten Porzellan hat Haus Doorn eine umfangreiche Sammlung Meiβenporzellan im Besitz. Diese Teilsammlung besteht namentlich aus Tischservice, Tafelstücke und Vasen. Auch findet man in Haus Doorn Keramik von Villeroy & Boch und Wedgewoord.

Gemälde

In Haus Doorn kann man Gemälde von Malern aus der Barockzeit bewundern. Neben Werke von französischen Malern wie Nicolas Lancret, Antoine Pesne und Jean Antoine Watteau, gibt es Gemälde von deutschen Meistern wie Johann Samuel Beck, Johann Philip Bach, Daniel Chodowiecki und Johann Friedrich August Tischbein. Von Chodowiecki ist sein
berühmtes Wachtparadegemälde zu sehen. Aber auch gibt es ein Meisterwerk vom niederländischen Maler Abraham Storck (Schlacht bei Kijkduin), um 1860 gemalt.

Möbel

Haus Doorn zeigt in Taschenformat wie die enormen Schlösser der Hohenzollern in Deutschland eingerichtet waren und wie darin gelebt wurde. Es gibt eine enorme Vielfalt an Sofas, Stühlen, Tischen, Kommoden, Schränken und Uhren. Zu den schönsten Stücken gehören die mit Gold- und Silberbeschlag und Marketerie geschmückten Möbel von Johannes Zwiener und den Brüdern Spindler.